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Alle Jahre wieder
beginnt im Frühjahr bei mildem und regnerischem Wetter die
Wanderung der Amphibien zu ihren angestammten Laichplätzen.
Um zu verhindern, dass dabei die noch vorhandenen Amphibienpopulationen
völlig vom Hauptfeind Nr. 1 der Amphibien, dem Kraftfahrzeugverkehr,
ausgelöscht werden, werden dann manche Wege und Straßenabschnitte
von geringer verkehrlicher Bedeutung zeitweise für den Kraftfahrzeugverkehr
gesperrt. Wo dies nicht möglich ist, bauen die ehrenamtlichen,
aktiven Mitglieder vom BUND Pfinztal an den Straßen Amphibienschutzzäune
auf und sammeln die dort zurückgehaltenen die Tiere allabendlich
ein.
Durch diese Maßnahmen werden jedes Jahr viele Hunderte von
Amphibien (Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander)
vor dem Tod durch Überfahren gerettet.
So wurden im
Frühjahr 2011 an dem Schutzzaun an der B 10, zwischen Berghausen
und Söllingen, 693 Erd-kröten, 308 Springfrösche,
46 Grasfrösche sowie 29 Berg- und 16 Teichmolche eingesammelt.
An dem zur Amphibienwanderzeit
nachts gesperrten Straßenabschnitt zwischen "Am Stadion"
(Berghausen) und "Reetzstraße" (Söllingen)
wurden in diesem Jahr Zählungen zur Bestandserhebung der dort
zum Laichgewässer "Edergrube" wandernden Amphibien
durchgeführt.
Dabei wurden mehr als 3500 Molche - darunter mehr als 100 der seltenen,
streng geschützten Kammmolche - , ca. 1300 Erdkröten,
850 Springfrösche sowie einige wenige Teich- und Grasfrösche
sowie Feuersalamander gesichtet. (Und selbstverständlich konnten
bei den abendlichen Kontrollgängen längst nicht alle Tiere
erfaßt werden, d.h. die Gesamtpopulationen sind noch wesentlich
größer.)
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